19.09.2019 (18:00 – 20:00)
Eduard Steinberg, Komposition, 1982, Öl auf Leinwand, 80 x 70 cm

Eröffnung der Ausstellung 'Ost und West im Dialog'

Die Ausstellungen im 1. + 5. Stock zeigen Werke der amerikanischen Künstler Sol LeWitt, Robert Mangold, Ed Ruscha, Richard Tuttle und Robert Wilson. Diese hängen und stehen - ohne jegliche Berührungsängste - neben russischen Bildern von Boris Bich, Erik Bulatov, Mikhail Chernyshev, Ivan Chuikov, Ilya Kabakov, Vadim Ovchinnikov, Vladimir Nemuchin, Irina Polin und Edik Steinberg.

Die Ideen der Kunst kennen keine staatlichen Grenzen. Sie können gleichzeitig auf verschiedenen Kontinenten entstehen. Zudem finden passionierte Künstler immer einen Weg, um ihre Ideen zu realisieren. Kasimir Malevich allerdings, prägte mit seinem 'Schwarzen Quadrat' und seiner Formensprache (Dreieck, Quadrat, Kreis) die Kunst in Ost und West. Zu seiner Zeit war er als Zerstörer der Kunst verschrien. In der Ausstellung im 5. OG bekommt Ilya Kabakov, der mit 12 frühen Arbeiten vertreten ist, einen Ehrenplatz.

Datum: Do. 19.09.2019 
Ort: Oberdorftor, 8001 Zürich
Zeit: 18:00 - 20:00
Dauer der Ausstellung: 20.09.2019 - 02.11.2019
Öffnungszeiten: Mi/Do/Fr 15:00 - 18:00 Uhr und gerne auf Vereinbarung

 

05.05.2019

Konzert: Jiddische Arbeiterlieder

Omanut, der Verein zur Förderung jüdischer Kunst und Kultur in der Schweiz, ist im KulturAtelier der Stiftung Arina Kowner mit einem Konzert im Rahmen der Veranstaltung "Drei Rosas in Zürich" (siehe Anhang) zu Gast. Drei Frauen mit dem Vornahmen Rosa - Rosa Luxemburg, Rosa Bloch-Bollag und Rosa Grimm - haben sich in Zürich in der sozialistischen Arbeiterbewegung stark engagiert.

Vor dem Konzert führt Olga Stefan alle Interessierten an die Wirkungsstätten der drei Rosas. Treffpunkt ist um 15 Uhr beim Sozialarchiv an der Stadelhoferstr. 12, 8001 Zürich. Anschliessend findet im KulturAtelier, Oberdorfstr. 2, 5. OG, 8001 Zürich, um 17 Uhr das Konzert mit den beiden moldawischen Musikern Efim Chorny und Susan Ghergus statt

"Jüdische Arbeiterlieder"
Efim Chorny
(Gesang) und Susan Ghergus (Klavier)

Datum: So. 05.05.2019 
Ort: Oberdorftor, 8001 Zürich
Zeit: 17:00
Eintrittspreise: Fr. 25.- / 20.- für Omamutmitglieder, rsp. Jugendliche mit Legi - inkl. Apéro
Bitte reservieren: info@stiftungak.com / akka@kultueratelier.com

 

 

31.03.2019

Finissage der Tarkowski-Ausstellung mit Klavierrezital

Andrei Tarkowski war ein grosser Musikkenner. Werke von Komponisten wie J. S. Bach und L. van Beethoven verwendete er oft in seinen Filmen. Auch Musik von C. Debussy, G. B. Pergolesi, H. Purcell, M. Ravel und G. Verdi erklingt in seinen Filmen. Anfangs der 1950er Jahre besuchte der junge Tarkowski eine renommierte Kunsthochschule in Moskau und studierte neben Malerei und Bildhauerei auch Musik. Um auch diese Seite seines Könnens zu würdigen, hören wir zum Abschluss des Tarkowski-Projekts ein

                         Rezital der georgischen Pianistin Tea Chkuaseli

mit Werken von Johann Sebastian Bach, Ludwig. van Beethoven und Claude Debussy.

Anschliessend kurze Ansprachen und die Präsentation der Publikation des Tarkowski-Projektes, welche wir Ihnen als Erinnerung schenken möchten.

Die Ausstellung im 1. Stock ist ab 17 Uhr geöffnet. Die Feier im KulturAtelier im 5. Stock beginnt um 18 Uhr. Ein Abendprogramm wird abgegeben. Es folgt der Apéro, der bei schönem Wetter auf der Dachterrasse serviert wird.

Datum: So 31.03.2019 Abschlussfeier
Ort: Oberdorftor, 8001 Zürich
Zeit:
Ausstellung im 1.OG offen: 17h
Klavierrezital im 5.OG: 18 h
Achtung Sommerzeit!
Eintrittspreise: Fr. 30.- / 15.- Legi - inkl. Apéro
Bitte reservieren: info@stiftungak.com / akka@kultueratelier.com

 

 

24.03.2019

Filmvorführung: Das Opfer

Tarkowskis letzter Film, Das Opfer, war für ihn nicht nur ein Spiegel der Wirklichkeit, sondern auch eine Parabel. Über sein früheres Ideal hinaus, das wahre Leben zu zeigen und zu reflektieren, entwickelte sich die fantastische Poesie des Films zu einer gesellschaftskritischen Aufklärung.

Der wohlhabende und gesetzte Alexander erfährt durch seinen Hausarzt vom baldigen und unausweichlichen Ende seines Lebens durch Krebs. Verzweifelt legt der Kranke ein Gelübde ab, alles zu opfern, das ihm lieb ist, sofern er nur geheilt würde. Bei seiner anschliessend stattfindenden Geburtstagsfeier überbringt ihm ein Mittler die Nachricht, er müsse zu einer als Hexe angesehenen Frau gehen und sich ihr hingeben, um sich selbst und die Welt zu retten. Schweigend folgt Alexander der Aufforderung und erlebt bald darauf seine vollständige Genesung. Als Reaktion darauf vollzieht er sein Gelübde und steckt sein Landhaus in Brand.

Die Ursprungsidee zum Film kam Tarkowski bereits in der Sowjetunion, und zwar wie eine Ahnung seines eigenen qualvollen Todes durch Krebserkrankung. Das religiöse Opfer in vollständiger Abkehr von jedweder Art menschlichen Egoismus übte eine grosse Faszination auf den Tarkowski aus. Das Ideal des freien und reinen Existentialismus inspirierte ihn und entwickelte sich schon bald zu einer moralischen Gesellschaftskritik. Tarkowski fordert den Betrachter auf, sich von fortschrittlicher Abhängigkeit zu lösen und sich zurück zur geistigen Verantwortung zu begeben. Er klagt das materialistisch-kapitalistische Prinzip „Geld gegen Ware“ an, mit dem sich der Mensch emotionale Grundbedürfnisse, wie die Liebe und emotionale Ausgeglichenheit, nicht erkaufen könne und somit auch keinen Seelenfrieden finden werde.

Datum: So. 24.03.2019
Zeit: 19:30 (Dauer des Filmes 149 min)
Ort: Grossmünster Kapelle - Eingang Helferei / 
Kirchgasse 13, 8001 Zürich
Eintrittspreise: Fr. 25.- / 15.- Legi inkl. Umtrunk
Bitte reservieren: akka@kulturatelier.com / info@stiftungak.com 

 

05.03.2019

Filmvorführung: Nostalghia

Von Restriktionen, Schwierigkeiten und bürokratischen Hindernissen gebremst, fährt Tarkowski nach Italien, um dort mit seinem Förderer und Freund Tonino Guerra den bewegenden Film Nostalghia zu drehen.

Das russische ностальгия meint wie das italienische nostalgia nicht etwa die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten, sondern ein Gefühl von 'Heimweh'. Der Film handelt vom Exil und der Sehnsucht nach Heimat. Tarkowski glaubt, das russische Volk habe eine besondere Verbundenheit zum Ort der Geburt. Er setzt sich mit dem quälenden Exil auseinander, das viele Russen auch in der bildenden Kunst und Literatur seit dem späten 17. Jahrhundert beschäftigte. Er selbst gibt zum Abschluss der Dreharbeiten bekannt, er werde nicht mehr in die Sowjetunion zurückkehren.

Nostalghia erzählt von der Reise des russische Schriftsteller Andrei nach Italien, um dort Nachforschungen zu einem russischen Komponisten des 18. Jahrhunderts zu tätigen. Dieser Komponist beendete - aus Liebe zur Heimat - seine erfolgreiche Karriere in Italien, um nach Russland zurückzukehren. Dort ging er nach mehreren Missgeschicken und einer unglücklichen Liebe schließlich zu Grunde.

Mit dem recherchierenden Schriftsteller reist die italienische Dolmetscherin Eugenia. Zwischen Andrei und Eugenia entsteht ein emotionaler Konflikt. Die allgemeine Situation Andreis artet in einer kritisch hinterfragenden Desorientierung aus.

Tarkowski produziert in diesem ausdrucksstarken Film unter anderem sehr schöne Landschaftsbilder der Gegend um Siena. Die ländliche Umgebung, die Ruine der Abtei San Galgano sowie ortsunbezogene russische Bauernhäuser schaffen einen undurchsichtigen Seelenspiegel der Charaktere.

Datum: Di. 05.03.2019
Zeit: 19:00 (Dauer des Filmes 121 min)
Ort: Grossmünster Kapelle - Eingang Helferei / 
Kirchgasse 13, 8001 Zürich
Eintrittspreise: Fr. 25.- / 15.- Legi inkl. Umtrunk
Bitte reservieren: akka@kulturatelier.com / info@stiftungak.com 

 

27.02.2019

Filmvorführung: Stalker

Der letzte Film Tarkowskis bei Mosfilm macht bereits die kritische und abweisende Haltung des Regisseurs gegenüber den Zuständen und Arbeitsbedingungen seines aktuellen Standes deutlich.

Handlungsort des Films ist eine kleine Stadt am Rand einer 'Zone', von der eine unerklärliche und widernatürliche Auswirkung auf das Leben der Menschen ausgeht. Held der Geschichte ist der Stalker selbst, der Menschen in die 'Zone' führt und sie dort vor Gefahren schützt. Seine Familie, Frau und Tochter, zeigen sichtbare Spuren von den Auswirkungen der 'Zone'. Die Tochter des Stalkers ist stumm und gehbehindert. Obwohl die Ehefrau inständig darum bittet, dass die Exkursionen ein Ende haben mögen, führt der Stalker zwei Interessierte, einen Schriftsteller und einen Professor, in die 'Zone'. Diese haben unterschiedliche Beweggründe, aber dasselbe Ziel. Das heisst, sie begeben sich auf die Reise zu einem Zimmer, welches alle Wünsche der Eintretenden erfüllen soll. Damit beginnt gleichzeitig eine innere Reise, bei der Weltbilder und philosophische Ansichten hinterfragt werden. Weil die Dreiergruppe nicht genug Mut und Glauben besitzt, muss sie enttäuscht zurückkehren.

Die entschleunigenden 163 Minuten des Films vermitteln trotz der düsteren Endzeitstimmung eine lebensbejahende Hoffnung. Zur düsteren Atmosphäre tragen die melancholischen Gedichte des Vaters Arseni Tarkowski bei, die an gewissen Stellen ins Filmgeschehen eingebunden sind, wie auch die karge Landschaft und die braune und dunkelviolette Einfärbung der Schwarzweisseinstellungen.

Die Struktur des Films ist vergleichsweise einfach gehalten, der Fokus liegt auf den Gesprächen und den im Gespräch erarbeiteten philosophischen Ansätzen.

Mit einer Einführung von Peter Ruggle, Stiftungsrat Rechtsanwalt

Datum: Mi. 27.02.2019
Zeit: 19:00 (Dauer des Filmes 163 min)
Ort: Grossmünster Kapelle - Eingang Helferei / 
Kirchgasse 13, 8001 Zürich
Eintrittspreise: Fr. 25.- / 15.- Legi inkl. Umtrunk
Bitte reservieren: akka@kulturatelier.com / info@stiftungak.com 

 

30.01.2019

Filmvorführung: Der Spiegel

Der teilweise auf biografischen Fakten und Erinnerungen des Regisseurs basierende Film Der Spiegel zeigt historische Ausschnitte von Russland zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Er kann auch als Filmgedicht und Filmdrama bezeichnet werden.

Gezeigt wird das Leben des Protagonisten Alexei, der als Kind zusammen mit seiner Familie aus dem heimatlichen Dorf nach Moskau zieht und zu Kriegszeiten wieder aufs Land evakuiert wird. Die Rückkehr des Vaters aus dem Krieg sowie einzelne Kindheitserinnerungen an die Kriegszeit und die Höhen und Tiefen seines privaten Lebens als Erwachsener werden thematisiert. Diese weisen Parallelen zu Tarkowskis eigener Biografie auf.

Auch in diesem Film bedient sich Tarkowski sowohl farbiger als auch monochromer Bildmitschnitte. Die Schwarzweissaufnahmen zeigen durch eine gewisse Entrückung die kindlichen Erinnerungen des Helden und lassen menschliche Beziehungen, tiefe Emotionen, alltägliche Situationen und Probleme real und nachvollziehbar wirken. Szenische Besonderheiten sind unter anderem der Perspektivenwechsel, der sich etwa zu Mitte des Films das erste Mal vollzieht: Der Charakter des jungen Alexei wächst zu einem erwachsenen Mann heran, doch der Schauspieler bleibt der gleiche  und spielt fortan in den Gegenwartsszenen Ignat, den Sohn des Erzählers. Die Schauspielerin, die die Mutter Alexeis spielt, nimmt auch die Rolle der Ehefrau des Protagonisten ein.

Dieser exzentrische Kunstgriff zeugt von den Strategien der Zeit - trotz wachsamer Kontrollbehörden und starker Zensur - die eigene künstlerische Botschaft zu transportieren. In diesem Film zeigt sich deutlich Tarkowskis Absicht, seine eigenen Filme vom sowjetischen Kinostandard zu lösen und wahre Emotionen zu produzieren. Tarkowskis erklärtes Ziel ist nicht nur das praktische Erforschen künstlerisch-formaler Mittel, sondern auch das echte Leben zu porträtieren, so dass es für den Betrachter, der bereit ist sich auf ungesehene Bilder und unbekannte Muster einzulassen, erfahrbar wird.

Mit einer Einführung des russischen Schriftstellers Shishkin Mikhail.

Datum: Mi. 30.01.2019
Zeit: 19:00 (Dauer des Filmes 108 min)
Ort: Grossmünster Kapelle - Eingang Helferei / 
Kirchgasse 13, 8001 Zürich
Eintrittspreise: Fr. 25.- / 15.- Legi inkl. Umtrunk
Bitte reservieren: akka@kulturatelier.com / info@stiftungak.com 

 

19.01.2019

Filmvorführung: Solaris

Seit seinem Filmdebüt bei Mosfilm versuchte Tarkowski den immer noch gängigen und von staatlichen Behörden gern gesehenen sozialistischen Realismus in seinen Filmen zu abstrahieren und stattdessen einen radikalen Realismus zu präsentieren. Mosfilm reagierte darauf mit Budgetkürzungen und Zensur. Dennoch versprach man sich seitens Mosfilm vom Kinostreifen Solaris einen grossen Publikumserfolg, der auch die Kassen füllen sollte. Tarkowksi hatte also freie Hand bei der Verfilmung des gleichnamigen Science-Fiction-Romans von Stanisław Lem.

Der Mensch, sein Handeln und dessen Folgen stehen im Vordergrund des künstlerisch adaptierten Science-Fiction-Films, der - wie alle auf literarischen Vorlagen basierenden Filme Tarkowskis -  stark an die eigenen Vorstellungen des Regisseurs angepasst wurde. Die Handlung dreht sich um den Psychologen Kelvin, der auf die Raumstation Solaris entsendet wird, um die emotional chaotische Situation unter den dortigen Wissenschaftlern zu lösen. Allesamt werden von Projektionen verstorbener Menschen aus ihren persönlichen Erinnerungen heimgesucht, die auf mysteriöse Weise in Form von Geistern auf der Raumstation erscheinen und dort eine psychisch-emotionale Konfrontation auslösen.

Tarkowski möchte in seiner avantgardistischen Version des damals beliebten und bekannten Science-Fiction-Romans verschiedene psychologische Phänomene des menschlichen Bewusstseins analysieren. Dadurch werden auch religiöse und moralische Themengebiete angesprochen. Vorrangig ist dabei die Verbindung zwischen Zeit und Erinnerung, die Tarkowski immer beschäftigte. Eine Welt zwischen Illusion und Identität zeichnet sich in Solaris ab und wird filmisch durch die Einbindung von intermedialen Themengebieten verdeutlicht. Sowohl Literatur als auch bekannte Gemälde werden aktiv und passiv in das Filmgeschehen eingebunden und leiten die Tragödie durch die einzelnen psychischen Phasen.

Mit einer Einleitung von Heinz Bösch

Datum: Sa. 19.01.2019
Zeit: 17:00 (Dauer des Filmes 167 min)
Ort: Grossmünster Kapelle - Eingang Helferei / 
Kirchgasse 13, 8001 Zürich
Eintrittspreise: Fr. 25.- / 15.- Legi inkl. Umtrunk
Bitte reservieren: akka@kulturatelier.com / info@stiftungak.com 

 

15.12.2018

Filmvorführung: Andrei Rubljow

Der Historienfilm Andrei Rubljow zeigt das Leben und Schaffen des berühmten Mönchs und Ikonenmalers des russischen Mittelalters. Die historischen Ereignisse des Films umschliessen knapp 25 Lebensjahre des spätmittelalterlichen Ikonenmalers Rubljow, das eintretende Ende der Beherrschung Russlands durch die mongolisch-tatarische „Goldene Horde“ sowie Einblicke in das hierarchisch-gesellschaftliche Leben und die skrupellose Machtpolitik der einzelnen Fürsten des wieder erstarkenden Russischen Reiches.

An künstlerischen Mitteln fallen besonders die Einstellungen in schwarz-weiss auf. Es sind die Szenen über das Leben Andrei Rubljows, die nur teils historisch belegt sind und die - wie jede Heldengeschichte - zu gewissen Teilen aus Mythen bestehen. Diese farblosen Einstellungen richten den Fokus auf die Authentizität der gezeigten Bilder und sollen den Blick für das Unstete von Zeit und Geschichte schärfen. Verdeutlicht wird das Stilmittel anhand des Kontrasts zu den farbigen Szenen, welche die Ikonen und Fresken des Malermönches aus dem 14. und 15. Jahrhundert zeigen. Diese Denkmäler der Zeit sind bis heute erhalten und transportieren einen starken künstlerischen Eindruck. Durch die Farbigkeit werden sie besonders betont.

Mit einer Einleitung von Christoph Sigrist (Pfarrer am Grossmünster)

Datum: Sa. 15.12.2018
Zeit: 17:00 (Dauer des Filmes 186 min)
Ort: Grossmünster Kapelle - Eingang Helferei / 
Kirchgasse 13, 8001 Zürich
Eintrittspreise: Fr. 25.- / 15.- Legi
Bitte reservieren: akka@kulturatelier.com / info@stiftungak.com 

 

17.11.2018

Filmvorführung: Iwans Kindheit

Der erste Spielfilm Andrei Tarkowskis  basiert auf dem Roman Iwan von Wladimir Bogomolow. Ein unkonventioneller sowjetischer Kriegsfilm über den zwölfjährigen Iwan, der zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges von russischen Soldaten an der ukrainischen Front aufgegriffen wird. Der junge Iwan hört vom Tod der Eltern und seiner Schwester. Er ist durch das Kriegsgeschehen traumatisiert. Von Angst und Rachegefühlen geplagt, verlässt er die Rotarmisten und schliesst sich einer Partisanentruppe an, um zu kämpfen. Dabei findet er den Tod.
Ein in seiner eigenständigen Erzähltechnik wie in seiner humanen Kraft bemerkenswerter Film, der den zerstörenden Zugriff des Krieges auf die kindliche Seele darstellt. Statt auf drastischen Naturalismus setzt Tarkowski auf Bildkompositionen, die die tragische Geschichte poetisch überhöhen.
Die Ersaufführung des Films fand 1962 statt und  gewann an den Filmfestspielen von Venedig den Goldenen Löwen und am Filmfestival in San Francisco den Golden Gate Award für die beste Regie.
Mit einer Einleitung von Maria Chevrekouko (Dozentin für Russisch an der Universität Basel).

Datum: Sa. 17.11.2018
15:00-17:30 Ausstellung 1. OG
18:00 Filmvorführung 5.OG
(Dauer des Filmes 95min)
Eintrittspreise: Fr. 20.- / 10.- Legi
Bitte reservieren: akka@kulturatelier.com / info@stiftungak.com 

 

 

04.11.2018

Filmvorführung: Die Strassenwalze und die Geige

Der Film Die Strassenwalze und die Geige ist Tarkowskis Diplomarbeit von 1960 an der Moskauer Filmhochschule VGIK. Erzählt wird die berührende Geschichte einer ungewöhnlichen zarten Freundschaft zwischen dem verträumten siebenjährigen Geigenspieler Sascha und dem Strassenwalzefahrer Sergei. Sascha wird von den fussballbegeisterten Nachbarbuben verspottet und schikaniert. Einzig Sergei kommt dem bedrängten Buben zu Hilfe und ermuntert ihn, nicht klein beizugeben.
Tarkowskis Diplomfilm ist unprätentiös erzählt, hat aber schon eine eigene Filmsprache. Als Anerkennung wird der 28jährige Filmemacher als 3. Regisseur bei Mosfilm angestellt. 1961 erhält der junge Regisseur am New Yorker Studentenfilmfestival den ersten Preis.
Der Film wird von der Filmwissenschafterin Tatjana Simeunović eingeführt und von der achtjährigen Anastasja auf der Geige begleitet.

Datum: So. 4.11.2018
17:00 Ausstellung 1. OG
18:00 Filmvorführung 5.OG
(Dauer des Filmes 46min)
Eintrittspreise: Fr. 20.- / 10.- Legi / Kinder gratis
Bitte reservieren: akka@kulturatelier.com / info@stiftungak.com 

 

 

27.10.2018
Andrei Tarkowski

Vernissage der Tarkowski Ausstellung

Die Ausstellung Andrei Tarkowski entstand auf Veranlassung und in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Russischen Museum St. Petersburg. Andrei Tarkowski wäre 2017 85 Jahre alt geworden. Zum Gedenken an den heraus-ragenden Filmemacher fand im Stroganow-Palast des Russischen Museums eine - von Joseph Kiblitsky kuratierte - Ausstellung statt. Das Russische Museum verfügt über eine bedeutende, Fotosammlung von und über Tarkowski, welche der Stiftung Arina Kowner zu Ausstellungszwecken zur Verfügung gestellt wurde. Gezeigt werden Fotografien zu den Drehorten und -arbeiten aller sieben Filme Tarkowskis. Der reiche Petersburger Fundus enthält zudem zahlreiche Porträts des Künstlers - ausgestellt im 5. Stock - und dokumentiert Tarkowski auch als bildenden Künstler. Während der Ausstellungsdauer werden in Zusammenarbeit mit der Stiftung Trigon-Film Tarkowskis Filme präsentiert. Als erstes am Sonntag, 4. November, 17 Uhr, "Die Walze und die Geige", Tarkowskis Abschlussarbeit an der Filmhochschule VGIK.

Die bekannte Violinistin Marina Yakovleva spielt Solo-Stücke von J. S. Bach, dessen Musik Tarkowski besonders schätzte und in seinen Filmen oft verwendete. Sprechen werden Joseph Kiblitsky, der Initiant dieser Ausstellung  und zwei Zeitzeugen: Die Dozentin Maria Chevrekouko sah die ersten Filme in Moskau und der Anwalt Peter Ruggle während seines Studiums in Zürich. Dürfen wir Sie höflich bitten, spätestens um 18 Uhr einzutreffen. Anschliessend begeben wir uns in die Ausstellung im 1. Stock. Da findet auch der Apéro statt.


Datum:
Sa. 27.10.2018
Zeit: 18:00
Ort: Oberdorfstrasse 2, 5. OG

 

 

30.09.2018 (17:00)
Trio Amani

Konzert: Trio Amani

Programm:

Nikolai Amani (1872-1904, St. Petersburg):           Streichtrio Op. 1 (1900)

Paul Müller-Zürich (1888-1993, Zürich):              Streichtrio Op. 46 (1950)

Musiker:

Marina Yakovleva, Violine / Mikhail Yakovlev, Viola / Lev Sivkov, Cello

Die hervorragenden drei Musiker kommen aus Russland - St. Petersburg und Novosibirsk- und spielen in Schweizer Orchestern. Wir hören das Streichtrio Op.1 von Nikolai Amani, einem viel zu früh verstorbenen St. Petersburger Komponisten und als Gegenpart das Streichtrio Op.46 von Paul Müller-Zürich, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine bedeutende Persönlichkeit im schweizerischen Musikleben war. 1953 erhielt er den Musikpreis der Stadt Zürich und 1958 den Kompositionspreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins. Er war seiner Stadt sehr verbunden. Dies veranlasste ihn - als Abgrenzung von unzähligen anderen Müller - seinem Namen Zürich beizufügen.

Dataum: So. 30.09.2018
Eintrittspreise:
Fr. 35.- / 20.- Legi; inkl. Apéro
Bitte reservieren: akka@kulturatelier.com / info@stiftungak.com

 

 

01.05.2018 (18:00)

Finissage der Ausstellung und Präsentation der Publikation von Yuri Albert 'Werke und Tage'

Anlässlich des Erscheinens der Publikation zu Yuri Alberts Ausstellung 'Werke und Tage' möchten wir im Rahmen einer Diskussionsrunde nochmals auf die Bedeutung von Yuri Alberts künstlerischem Schaffen hinweisen.
Es diskutieren:
Ulrich Schmid, Prof. für Kultur und Gesellschaft Russlands, Uni SG, Moderation
Yuri Albert, Künstler der 2. Generation des Moskauer Konzeptualismus
Sabine Hänsgen, Slawistin, Publizistin
Arina Kowner, Herausgeberin

 

 

18.03.2018 (17:00)

'Babus Geheimnis' Lesung mit Musik in Anwesenheit des Autors Vsevolod Bernstein

Babu Namgonov, ein Künstler aus Ostsibirien, kommt zur Eröffnung seiner Ausstellung nach Zürich. Plötzlich verschwindet er spurlos. Es wird vermutet, dass er sich in die Stille des Waldes - in die Taiga - zurückgezogen hat. Die Taiga in der Nähe von Zürich?
Boris, ein in Zürich lebende sibirische Schauspieler, sucht ihn in der waldigen Gegend des Pfannenstils. Die Einsamkeit des Waldes führt ihn zu Selbstreflexionen. - In Gedanken ist er bei Babu und meint, dass sie als Künstler die Aufgabe haben, die Schönheit der Erde zu erkennen und zu besingen, um zu versuchen, das Schlechte zu überwinden. Immer treibt ihn jedoch die Frage um, was ist mit Babu geschehen, wo kann er geblieben sein?
Auch der in Meilen wohnende Vsevolod Bernstein kommt aus Sibirien (Irkutsk). Die tragikomische Geschichte ist eine Hommage an seine neue Heimat. Zürich und die Umgebung werden liebevoll beschrieben. Dem Rietberg Museum gehört die be-sondere Aufmerksamkeit des Autors.
Jana Vassilenko begleitet die Lesung auf archaischen Folk-Instrumenten, wie der Drehleier und der Okarina aus Ton oder aus Kuh-Horn. Ganz besonders ist auch der mongolische Obertongesang, der unvergleichliche Kehlkopfgesang, dargeboten von Yury Schicker. - Es sind Urtöne, wie sie unsere Vorfahren den Geräuschen der Natur - dem Wald, der Taiga, dem Gezwitscher der Vögel oder dem Rauschen des Wildwassers - entnahmen.
Mitwirkende:
Autor: Vsevolod Bernstein,
lebt in Meilen und kommt aus der Region von Irkutsk (Sibirien)   
Übersetzung: Franziska Stöcklin,
Zürich, Übersetzerin u. A. von Werken von Michail Schischkin  
Lesung: David Oberholzer,
Schauspieler , Halbrusse, bekannt aus dem Film "Blue My Mind", Grand Prix Zürich Film Festival 2017.
Gesang: Yury Schicker,
lebt in Zürich, ist hauptberuflich Game-Designer
Instrumente
: Jana Vassilenko, geb. in Riga, studierte in Minsk, arbeitete als Musikerin und als Musikpädagogin in Russland und lebt seit 2000 in Zürich. Sie ist solistisch tätig und ist Leiterin des russischen Chors "Weisse Nächte"

 

 

01.09.2017

Wiedereröffnung der Ausstellung Sommermärchen nach der Sommerpause

Weitere Informationen in Kürze

14.06.2017

Ausstellungseröffnung: Sommermärchen

Sehr geehrte Damen und Herren

Liebe Freundinnen und Freunde

Gerne möchten wir Sie und Ihre Freunde zur Eröffnung unserer Ausstellung "Sommermärchen" am 9. Juni , 18 - 20  Uhr,  einladen. Wir zeigen Werke von nonkonformistischen Künstlern - wie Sergei Anufriev, Ivan Chuikov und Anatoli Zverev - die hier kaum bekannt sind, in Russland aber hohe Anerkennung geniessen. Anatoli Zverev ist in Moskau  ein Museum gewidmet. Diese drei und Künstler wie Pavel Pepperstein und Viktor Pivovarov waren während  der Sowjetzeit Zwängen ausgesetzt. Sie wurden nicht im Künstlerverband aufgenommen, was ihnen grosse Nachteile verursachte. So konnten sie in den offiziellen Malutensiliengeschäften nicht einkaufen und behalfen sich mit Papier, Packpapier, Karton, Holz oder Textilien und benützten Blei- und Farbstifte sowie Wasserfarbe. Die Ausstellung zeigt u. a. zahlreiche kleinformatige Zeichnungen und Aquarelle von grosser Sensibilität und Raffinesse. Sie beziehen sich auf literarische Vorlagen, auf Volksmärchen, das Alltagsleben in der Sowjetunion und entwickeln Utopien. Ähnlich wie in der Musik  bringen sie mit ihren Zitaten in verklausulierter Form ihre Kritik an der  Sowjetideologie an.

Wir freuen uns sehr auf Ihren Besuch und grüssen Sie herzlich

Stiftung Arina Kowner Oberdorfstr. 2 8001 Zürich

28.03.2017

Vadim Zakharov Film in einer Zeichnung-Dadaistische Filme

Wiedereröffnung der Ausstellung Film in einer Zeichnung-Dadaistische Filme und Präsentation der neuen Publikation von Vadim Zakharov.

Der Künstler selbst führt durch die Ausstellung anschliessend gibt es beim Apéro Gelegenheit für Gespräche.

Öffnungszeiten: 29.3-14.4.2017, Mi-Fr 15-18h und jederzeit auf Anfrage.

 

30.01.2017

Konzert von Alexey Botvinov und Burhan Öçal

Gerne möchte ich Sie/Euch auf das Zürcher Konzert von Alexey Botvinov und Burhan Öçal am 30. Januar 2017 um 19.30 Uhr in der Tonhalle Zürich, kleiner Saal, aufmerksam machen. Die StiftungAK unterstützt dieses Konzert und fördert seit Jahren die beiden Ausnahme-Musiker. Der Pianist aus Odessa und der Perkussionist aus Istanbul wagten vor vier Jahren eine Neuinterpretation der Goldberg-Variationen, wobei sie ihr erstes Konzert im KulturAtelier von Arina Kowner gaben. Die weltweiten Erfolge motivierten die beiden Musiker zur Erweiterung ihres Repertoires. Das am 30. Januar zur Erstaufführung kommende interessante, sehr anspruchsvolle Programm verspricht faszinierende musikalische Dialoge. Werke von Bach, Beethoven, Mussorgsky, Rachmaninov und Prokofiev begleitet Burhan Öçal mit orientalischen Perkussionsinstrumenten (z. B. Darbuka) und der Langhalslaute Tanbour. Dies in vollem Respekt vor der Authentizität der Werke.

22.10.2016 (14:30)

Kunst und Musik der 80ger Jahre in Leningrad-der Heimat des Musikers Oleg Lips

Im Rahmen der Ausstellung Die Leningrader kommen-What artists do für Freedom führt der brillante Musiker Oleg Lips durch einen musikalischen Nachmittag. Er erzählt von der Musikszene der 80ger Jahre in seiner Heimatstadt und spielt dazu mit Akkordeon und Klavier Werke aus der Leningrader Rockszene.

13.04.2016 (18:00)

Buchpräsentation: Jan A. Fischer "Über die Wahrnehmung von Kunst im Gehirn"

Jan A. Fischer, emeritierter Medizinprofessor und bedeutender Kunstsammler, stellt im KulturAtelier sein neues Buch vor. Er spricht mit Bernd Zocher, Verlagsleiter des Elster Verlags, über die ästhetische Wahrnehmung, dazu gibt es Musik und anschliessend einen Apéro.

10.04.2016 (19:00)

Film und Diskussion: Edik Steinberg - Métagéométrie, Lettre à Malevitch

Gilles Bastianelli, Regisseur und Biograf, und Galina Manevich, Witwe Steinbergs und Autorin, haben einen berührenden Film über Eduard Steinbergs Wirken geschaffen. Im Anschluss an die Vorführung des Films (deutsche Untertitel) im Ausstellungsraum werden die beiden mit uns über Steinbergs Kunst und sein Leben diskutieren und uns von ihren Projekten erzählen (auf Französisch).

24.01.2016 (18:00)

Klavierabend: Alexey Botvinov spielt Philip Glass

Erleben Sie den ukrainischen Pianisten Alexey Botvinov mit dem äusserst interessanten Programm von Philip Glass: The Hours Suite, The Orphee Suite in six parts sowie Tirol Concerto in three parts, das er selbst für Klavier arrangiert hat.

16.01.2016 (17:00 – 19:00)

Neujahresapero im Ausstellungsraum

Stossen Sie mit uns in der Ausstellung Auf Malevichs Spuren auf das neue Jahr an!

23.10.2015 (18:00 – 20:00)

Eröffnung der Ausstellung «Auf Malevichs Spuren»

Der Künstler Igor Makarevich war anwesend

26.06.2015

Eröffnung der Fotoausstellung «Glasnost und Perestroika in Moskau - Sergei Borisovs Studio 50A und seine Künstler»

Dr. Margarita Tupitsyn, Kuratorin des russischen Pavillions an der Biennale Venedig 2015, hielt die Eröffnungsrede; der Fotograf Sergei Borisov war anwesend.