Yuri Albert - Werke und Tage

Yuri Albert, Les Grands-Pères dAvignon, 2015, Acryl auf Leinwand,168 x 168 cm

Die Ausstellung ist offen donnerstags und freitags jeweils von 14.00 - 17.00 Uhr; an den übrigen Tagen auf Vereinbarung (akka@kulturatelier.com).

Diese Veranstaltung ist wiederum eine  Zusammenarbeit mit dem Slavischen Seminar der Universität Zürich und dem EU-Projekt Perform East - Performance Art in Eastern Europe (1950-1990): History and Theory, bei dem letztes Jahr Vadim Zakharov im Ausstellungsraum sein Projekt "Film in einer Zeichnung - Dadaistische Filme" realisiert hatte.

Der bekannte russische Künstler Yuri Albert, Vertreter der zweiten Generation des Moskauer Konzeptualismus der späten 1970er und 1980er Jahre, realisiert während des Monats November im Oberdorf eine Ausstellung mit dem Titel: Werke und Tage. Yuri Albert verwendet den Titel des epischen Lehrgedichtes von Hesiod (ca. 700 v. Chr.), da dieser Ausspruch eng mit zwei entscheidenden Werken von ihm korrespondiert. - Einerseits mit der Arbeit "I am still alive - 20 Tage im Jahre 2017": Darin hauchte der Künstler an 20 Tagen  auf einen Spiegel, um sich zu vergewissern, dass er noch lebe. Diese 20 "Zeugen" werden in der Ausstellung zu sehen sein. - Bei der zweiten Arbeit handelt es sich um 22 von Hand angefertigte Abbildungen der Doppelseiten von Alberts Katalog "Fragen der Kunst: Moskauer Abstimmung". Dies ist Teil eines Langzeit-Projekts, bei dem Yuri Albert alles, was er selbst geschrieben hatte und was über ihn gedruckt wurde, per Hand kopiert. Als Jugendlicher träumte er davon, "wahre" Kunst zu machen; da er letztendlich in der zeitgenössischen Kunst gelandet ist, sind diese handgemachten Reproduktionen eine Art Bussritual, eine ironisch-reflexive Form der Selbstbestrafung.  Auch diese 22 Arbeiten sind Teil der Ausstellung. Alles Weitere soll eine Überraschung sein.

Ort: Stiftung Arina Kowner, Oberdorfstrasse 2, 8001 Zürich

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